Sinnvolle Zusatzuntersuchungen zur optimierten Versorgung

In den vergangenen Jahren hat sich unsere Praxis immer um ein möglichst breites und auch spezialisiertes Leistungsangebot für Ihre optimale medizinische Betreuung bemüht. 
Durch diverse Änderungen im Gesundheitswesen, die Einführung von Budgets und anderer restriktiver Maßnahmen durch die Gesundheitspolitik sehe auch ich mich gezwungen, strenge darüber zu entscheiden, was ich Ihnen unter Beachtung des gesetzlich vorgeschriebenen Wirtschaftlichkeitsgebots als medizinische Leistungen zu Lasten Ihrer Krankenversicherung anbieten kann. Diese müssen medizinisch begründbar, ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten (SGB V § 12 Abs. 1, § 70 Abs. 1).

Auch sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen (s.u.) sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen und werden somit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Deshalb kann ich diese Untersuchungen, die für Sie als Patientin sinnvoll erscheinen, für die es aber in Ihrer Situation keine absolute medizinische Begründung gibt, sie zu Lasten der Krankenkasse durchzuführen, nur als privatärztliche Leistung anbieten und erbringen.

Im einzelnen kann ich Ihnen derzeit folgende Untersuchungen und Leistungen zu einer optimierten Behandlung anbieten: 

Vorsorgeuntersuchungen:

Schwangerschaftsbetreuung:

 

Vorsorgeuntersuchungen

Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung

Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung, wie sie von der Krankenkasse bezahlt wird, sieht die Spiegeleinstellung und Abstrichentnahme vom Muttermund, die Tastuntersuchung, ab 30.Lebensjahr die Tastuntersuchung der Brustdrüse und ab dem 45.Lebensjahr die Untersuchung des Enddarms vor.

Nach meiner Meinung reichen diese Maßnahmen nicht aus, um Veränderungen an der Gebärmutter und den Eierstöcken rechtzeitig erkennen zu können. Zusätzliche Untersuchungen sind daher unbedingt zu empfehlen. Hierzu gehört insbesondere die Ultraschalluntersuchung des inneren Genitale, die nicht Bestandteil der Krebsvorsorge ist.

Im Rahmen der Vorsorge-Untersuchung kann diese Leistungen in meiner Praxis auf Ihren Wunsch hin gern durchgeführt werden. 

Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen

Für die Früherkennung des Brustkrebses - der häufigsten Krebserkrankung der Frau- sind neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust, der Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brustdrüsen) eine Ultraschalluntersuchung (Mamma- Sonographie) sinnvoll. 

Um Ihre persönliche Vorsorge optimal zu gestalten, kann die Mamma- Sonographie in meiner Praxis auf Ihren Wunsch durchgeführt werden.

ThinPrep®PapTestTM - verbesserte Analyse des Krebsfrüerkennungsabstriches

Der Krebsabstrich oder PAP- Test ist ein Vorsorgetest. Mit diesem Test können 
Anzeichen vom Gebärmutterhalskrebs oder Zellen, die sich in Krebszellen umwandeln können, frühzeitig entdeckt werden. Dieser Test wurde vor 50 Jahren entwickelt und führte zu einem Rückgang der Mortalität beim Zervixkarzinom von 70%. Die Rolle des Abstriches in der Reduktion dieser Erkrankung kann zwar nicht unterschätzt werden, aber dieser bewährte Test hat auch Mängel. Viele dieser Mängel des konventionellen Abstriches hängen mit der Abstrichentnahme zusammen:
  • Bis zu 80% der entnommenen Zellen werden mit dem Entnahmegerät weggeworfen.
  • Mitunter sind die entnommenen Zellen durch das Ausstreichen stark gequetscht und erschweren die zytologische Auswertung.
  • Die Art der Abstrichentnahme spielt bei 90% der falsch-negativen Abstriche eine Rolle.
  • Bis zu 40% aller Abstriche werden durch Blut, Schleim und Entzündungszellen beeinträchtigt.
Durch intensive Forschungsarbeit sind neue Techniken der Abstrichentnahme und –auswertung entwickelt worden. Diese modernen Verfahren verbessern die Früherkennung in verschiedener Hinsicht. Dadurch wird die Sensitivität für die Detektion atypischer Zellen gegenüber dem konventionellen PAP- Abstrich verbessert. 

Intelligente Krebsvorsorge: der APTIMA® HPV-Test

So genau wie bei fast keiner anderen Krebserkrankung sind bei Gebärmutterhalskrebs die Ursachen bekannt: Ausgelöst wird diese Krebsart in mehr als 99 % aller Fälle durch eine Infektion mit einer potenziell gefährlichen Variante des Humanen Papillomavirus (HPV). Diese HPV-Varianten werden als Hochrisiko-Typen bezeichnet. Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich jedoch nur, wenn eine Frau dauerhaft – mehrere Jahre lang – mit einem Hochrisiko HPV-Typen infiziert ist. Die meisten Infektionen mit HPV sind nur vorübergehend und werden erfolgreich und ohne gesundheitliche Folgen von der körpereigenen Abwehr (dem Immunsystem) bekämpft. Über verschiedene Stadien und Vorstufen entwickelt sich Gebärmutterhalskrebs fast immer über einen langen Zeitraum – in der Regel zehn bis fünfzehn Jahre. Die meisten Infektionen verschwinden wieder und sogar ein gewisser Anteil der Krebsvorstufen bildet sich spontan zurück. Genau hier setzt der neuartige APTIMA HPV-Test an: Er erkennt die gefährlichen HPV-Infektionen und kann zuverlässig einen Hinweis auf das Infektionsstadium und den Verlauf der Erkrankung geben. Eine freiwillige Vorsorgeuntersuchung mit dem APTIMA HPV-Test, den wir Ihnen gerne als Wahlleistung anbieten, bringt Ihnen Gewissheit, ob eine solche Infektion bei Ihnen vorliegt oder ob Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Risiko haben zu erkranken.

Literatur: www.aptima-hpv.de

Der E6/E7 mRNA-basierte APTIMA® HPV-Test – ein Überblick über das Testverfahren

Der APTIMA HPV-Test sucht nur Viren mit gefährlichem Potenzial und sucht in den Zellproben aus dem Abstrich vom Gebärmutterhals ausschließlich nach den wirklich gefährlichen Infektionen mit Hochrisiko HPV-Typen.

E6/E7 mRNA - was heißt das?
Von den acht Genen der HPV sind zwei als so genannte Krebsgene (Onkogene) bekannt. Es handelt sich dabei um die Gene E6 und E7. Sie steuern die Vermehrung der Viren in der infizierten Körperzelle und werden als virale Krebsgene bezeichnet.

Der E6/E7 mRNA-basierte Test
Die mRNA eines Gens betritt erst dann die Bühne im Stoffwechsel einer Zelle, wenn das Gen aktiv ist. Im Gegensatz dazu ist die DNA die Speicherform eines Gens. Der Test sucht im Unterschied zu herkömmlichen HPV-Tests nicht nach der Viren-DNA, sondern nach der mRNA der E6/E7-Gene der Hochrisiko HPV-Typen. Kann nämlich die mRNA der E6/E7-Krebsgene in den Schleimhautzellen des Gebärmutterhalses nachgewiesen werden, bedeutet das, dass diese Gene in großer Zahl abgelesen werden. Fachleute bezeichnen dies als Überexpression. Sie ist ein sehr sicheres Zeichen dafür, dass der natürliche Zellzyklus durch das Virus nachhaltig gestört ist: Das Erbgut der Zelle wurde durch die E6/E7-Gene verändert und die Zelle kann sich zu einer Krebszelle entwickeln.

Der E6/E7 mRNA-basierte Test ermöglicht die sichere, spezifische Unterscheidung zwischen den vielen ungefährlichen und den wenigen gefährlichen HPV-Infektionen, die ein Risiko bedeuten.

Literatur: www.aptima-hpv.de

Früherkennung Harnblasenkrebs

Der NMP22® BladderChek® Test ist ein Urintest zur Früherkennung des Blasenkrebses.
NMP22 steht für Nukleäres-Matrix-Protein 22 und ist ein Marker für das Harnblasenkarzinom. Bei Vorhandensein von Tumorzellen im Urogenitaltrakt wird NMP22 um den Faktor 10–100 vermehrt exprimiert. Die Früherkennung eines jeden Tumors ist der Schlüssel für eine erfolgreichere Behandlung. In Deutschland liegt bei Männern die Anzahl der Neuerkrankungen für das Harnblasenkarzinom bei etwa 21.410 pro Jahr und ist somit der vierthäufigste bösartige Tumor des Mannes. Das Rauchen stellt einen der größten Risikofaktoren dar – daher ist das Harnblasenkarzinom eine der am besten vermeidbaren Krebserkrankungen. Auch die Zahl der Blasenkrebs-Neuerkrankungen bei Frauen ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. In Deutschland liegt sie inzwischen über der Zahl der Neuerkrankung am Zervixkarzinom, mit weiterhin steigender Tendenz. Blut im Urin - das häufigste und wichtigste Symptom - wird von Frauen häufig zunächst unterschätzt. Dies hat zur Konsequenz, dass Blasenkrebstumore bei Frauen oft später und in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert werden. Damit sinkt die Überlebensrate.
Das allgemeine Bewusstsein für Blasenkrebs und die Schwere der Erkrankung fehlt. Blasenkrebs ist keine seltene Diagnose in Deutschland. Laut Robert-Koch-Institut erkranken jedes Jahr ca. 27.000 Menschen an Harnblasenkrebs. Dieser Krebs kann tödlich sein, dennoch sind sich viele Menschen ihres persönlichen Risikos zu erkranken nicht bewusst.
 
Risikofaktoren für die Entstehung von Blasenkrebs

  • Rauchen: wird als größter Risikofaktor für das Entstehen der Tumorerkrankung gesehen. Raucher haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko zu erkranken als Nichtraucher.
  • Umgang mit krebserregenden Chemikalien: aus diesem Grund zählt Blasenkrebs bei einigen Berufsgruppen als Berufserkrankung. Besonders betroffen: Feuerwehrleute, Friseure, Beschäftigte der Chemie-, Farb- und Lederindustrie sowie Personen, die mit Teer oder Bitumen arbeiten.
  • Chronische Harnwegserkrankungen begünstigen ebenfalls die Entstehung eines Blasentumors.
Generell ist die Prognose für das Überleben stark abhängig vom Grad der Ausbreitung der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose. Je früher erkannt, desto besser ist die 5-Jahres-Überlebensrate. Früh diagnostiziert kann meist die Blase erhalten werden und die Chance auf Heilung ist erhöht.
 
Haben Sie ein erhöhtes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken? Finden Sie es heraus mit unserem 8-Punkte-Test- Ihr erster Schritt zur Früherkennung
  • Haben Sie Anzeichen von Blut im Urin? Eine mit dem bloßen Auge wahrnehmbare Rotfärbung des Urins (Makrohämaturie)?
  • Haben Sie wiederholt eine Mikrohämaturie? Urin muss mit Mikroskop oder Urinstick untersucht werden.
  • Verspüren Sie häufigen Harndrang, wobei oft nur eine gerine Menge Urin entleert werden kann?
  • Verspüren Sie Schmerzen beim Wasserlassen?
  • Sind oder waren Sie langjährige/r Raucher/in?
  • Wurde bei Ihnen eine Strahlentherapie im Beckenbereich durchgeführt?
  • Leiden Sie an häufigen Harnwegsinfekten?
  • Sind Sie in einer der folgenden Berufsbranchen beschäftigt: Friseure, Chemie-, Farb- oder Lederindustrie, Metallindustrie
Können Sie eine oder mehrere Fragen mit JA beantworten, dann sprechen Sie bitte mit uns.

Literatur: 
"Krebs in Deutschland" GEKID - Gesellschaft der epidemologischen Krebsregister in Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut, 6. überarbeitete Auflage 2008
www.alere.de

Früherkennung Darmkrebs- immunologischer Stuhltest

Krebserkrankungen im Dickdarm- und Enddarmbereich (kolorektale Karzinome) sind die zweithäufigste bösartige Erkrankung der Frau und zeigen eine zunehmende Tendenz. Dickdarmkrebs entwickelt sich in der Regel aus (primär) gutartigen Polypen bzw. Adenomen. Bei frühzeitigem Erkennen und Abtragen dieser Vorstufen kann die Karzinomentstehung verhindert werden. Je früher eine bösartige Erkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Da Blutspuren im Stuhl oft vor den in der Regel unspezifischen Symptomen auftreten, wurde schon vor Jahren eine Untersuchung (Testbriefchen, chemische Untersuchung) eingeführt.

Ein immunologischer Test auf Blut im Stuhl erfasst spezifisch menschliches Hämoglobin (= roter Blutfarbstoff) und zusätzlich den sogenannten Hämoglobin- Haptoglobin- Komplex, indem  das Hämoglobin vor schnellem Abbau im Darm geschützt (maskiert) wird.

Gegenüber den bisherigen Verfahren bietet dieser Test eine Reihe wesentlicher Vorteile:
  • Der Test ist hochsensitiv (empfindlich), d.h. er wird schon bei geringsten Blutspuren positiv – das bedeutet einmal, dass ein Karzinom früher auffallen kann und darüber hinaus auch mögliche Vorstufen erfasst werden können.
  • Eine Diät vor der nur einmaligen Stuhlgewinnung braucht nicht mehr beachtet zu werden, da der Test spezifisch auf menschliches Blut reagiert.
  • Der Test kann insbesondere auch höher gelegene Blutungsquellen im Dünndarm- / Dickdarmbereich erfassen.
Hormonspiegel- Untersuchung

Zu Beginn der Wechseljahre kommt es zum Hormonmangel, der mittels eines Tests („Test für weibliche Sexualhormone") festgestellt werden kann. Falls sich hierbei die Notwendigkeit ergibt, ein Hormonpräparat einzunehmen und dies auch Ihr Wunsch ist, lassen sich die Art des Hormons, Hormonmenge und auch Form der Anwendung individuell festlegen. Zudem kann geklärt werden, ob sie noch Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung treffen müssen.

Durch Hormonstörungen sind auch oft Veränderungen an Haut und Haaren zu beobachten. Hier kann ein zusätzlicher Bluttest („Test für männliche Sexualhormone") vorgenommen werden, der ebenfalls eine individuelle Behandlungsplanung erlaubt.
 
Früherkennung Osteoporose (Knochenstrukturanalyse)

Zu Beginn der Wechseljahre kommt es zum Hormonmangel, der neben anderen Veränderungen des Körpers auch die Beschaffenheit der Knochen neg. beeinflussen kann. In diesem Lebensabschnitt kann jede 3. Frau vom Knochenabbau, der bis zum Knochenstrukturverlust führen kann, betroffen sein.

Vor dem Auftreten von Symptomen dieser Erkrankung (Osteoporose) ist es medizinisch sinnvoll, die Knochenstruktur zu messen. Damit kann das Maß der Knochenfestigkeit frühzeitig beurteilt und ggf. vorbeugende Empfehlungen ausgesprochen sowie evtl. eine geeignete, vorbeugende Therapie veranlasst werden.